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"Nur
an einem Thema kann ich nicht so leicht vorbeigehen (…) es ist so
überaus wichtig, so reich an Hoffnungen für die Zukunft, vielleicht der
Wichtigste von allem, was die Analyse betreibt. Ich meine die Anwendung
der Psychoanalyse auf die Pädagogik, die Erziehung der nächsten
Generation."
(Sigmund Freud 1933, S. 157) |
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Der Frankfurter Arbeitskreis für Psychoanalytische Pädagogik e.V.
(FAPP) wurde 1983 von einer Gruppe von Pädagoginnen, Pädagogen,
Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytikern gegründet, die es sich zum
Ziel gesetzt hatten, Psychoanalytische Pädagogik nicht nur im
erziehungswissenschaftlichen Studiengang der Universitäten, sondern
darüber
hinaus für praktizierende Pädagoginnen und Pädagogen, aber auch für andere Berufsgruppen zugänglich zu machen.
Seit 1984 bietet der FAPP psychoanalytisch-pädagogische Fort- und
Weiterbildungen für Fachkräfte in sozialen und pädagogischen
Arbeitsfeldern an. Es handelt sich dabei um postgraduale
berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungsgänge, die eine breit gefächerte handlungsbezogene Qualifikation für
viele Bereiche der Sozialen Arbeit und Pädagogik vermitteln. Dabei
nimmt neben der Qualifikation für die konkrete Arbeit am Fall auch die
Vermittlung von professionellen Schlüsselqualifikationen wie
- Team- und Gruppenfähigkeit
- reflexives Fallverstehen
- Kompetenz zur konzeptionellen Weiterentwicklung
- organisatorische und institutionelle Kompetenz
einen
hohen Stellenwert ein. Die Fort- und Weiterbildungsangebote des FAPP
vermitteln explizit eine sozial- und heilpädagogische Qualifikation auf
psychoanalytischer Grundlage. Kolleginnen und Kollegen aus dem Sozial-
und Bildungswesen können sich somit für ihr angestammtes
Berufsfeld weiterbilden, sei dieses in der Jugendhilfe, in der
Krankenhaussozialarbeit, in der Betreuung von Migrantinnen und
Migranten, in der Familienberatung, in der Kinder-
und Jugendpsychiatrie oder auch in der Schule angesiedelt. Die Angebote konzentrieren sich in ihren praxisbezogenen
Einheiten auf die konkrete berufliche Arbeit der einzelnen
Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das Fort- und Weiterbildungskonzept des FAPP beruht auf Formen des Lernens und Lehrens, die auch als "Lernen durch Erfahrung" (BION)
bezeichnet werden. Durch diese Vermittlungsformen soll das bewusste Erleben der verschiedenen Dimensionen sozialer
und pädagogischer Arbeit ebenso gefördert werden wie deren Reflexion.
Dabei umfasst der spezifische Betrachtungsstandpunkt der Psychoanalytischen (Sozial-) Pädagogik sowohl die
Reflexion der bewusstseinsverborgenen Motive und Selbstauffassungen des
Klientels als auch die der professionell Handelnden selbst. Im Zentrum
der psychoanalytisch-pädagogischen Methode steht das Verstehen der
Psychodynamik in der professionellen Beziehung, von deren Handhabung
der entscheidende Impuls für Entwicklung, Wachstum und Veränderung ausgeht. |
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